Author: Alexa Szikonya

Zuhause programmieren lernen

Foto: ” RoboManiac Hangman Python” / Fotocredit & Quelle: © RoboManiac

[Werbung]*Unbezahlt*Wien, 9. April 2020

RoboManiac: Neue Online-Programmierkurse für Kinder und Jugendliche

 

Corona lehrt uns, neue Wege zu gehen. RoboManiac hat seine MINT-und Programmier-Kurse seit den Schulschließungen komplett auf online umgestellt und damit in den letzten drei Wochen bereits über 400 Kinder begeistert. Von 20.–24. April 2020 finden die nächsten Intensiv-eLearning-Camps für die Programmierer, Entwickler und Erfinder von morgen statt. Ab Mai folgen Monatskurse für alle Altersklassen – jeweils für Anfänger und Fortgeschrittene – mit je 8 Einheiten zu 90 Minuten.

 

Nach begeistert aufgenommenen Schnupper-Kursen und sieben komplett ausgebuchten Ostercamps stehen die Termine für die nächsten RoboManiac-Online-Intensiv-Camps fest: Von 20. bis 24. April 2020 heißt es jeweils von 14:00 bis 16:30 Uhr „Spiele programmieren mit Scratch“ bzw. „Einführung in Pyhton“. Die Kosten pro Kind und Kurs betragen EUR 75.- Euro.

Anmeldung und weitere Infos unter www.robomaniac.at

 

Online Kurs „Spiele programmieren mit Scratch“ für 8–12-Jährige

Scratch bietet einen spielerischen, kindgerechten Zugang zum Programmieren. Auf der frei zugänglichen Plattform, die von der renommierten Universität MIT in Boston entwickelt wurde, programmieren die Kinder Spiele mit lustigen Figuren, die sie selbst gestalten können. Die Trainer führen durch die Plattform, erklären die Möglichkeiten, geben Aufgaben und klären Fragen. Im Laufe der Woche überlegen, planen und gestalten die Kinder mit Scratch auch ihr eigenes Computerspiel.

 

Online-Kurs „Coding mit Python“ für 12–16-Jährige

Auch die 12-16-Jährigen werden Spiele programmieren, allerdings bereits code-basiert. Sie arbeiten mit Python, einer der fünf populärsten Programmier-Sprachen der Welt. Im Kurs lernen die Jugendlichen Befehle, Datentypen und Programmierkonstrukte kennen und können damit beispielsweise Hangman programmieren.

 

Gemeinsam statt einsam

Gemeinsam statt einsam, aktiv statt passiv und mit Spaß Herausforderungen angehen sind die Devisen für die Online-Camps. Für die Kurse sind keine Vorkenntnisse notwendig. Bei beiden Kursen erhalten die Teilnehmer nach der Registrierung einen Zugangscode. Damit können sie mit einem Notebook oder Computer mit Internetanschluss am Kurs teilnehmen.

 

Spielerisch gerüstet für die digitale Zukunft

RoboManiac bietet seit 2017 MINT-Robotik-Kurse für Kinder an. MINT steht für die Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Großteil der Berufe der Zukunft wird aus diesen Bereichen kommen. Neben technischem Verständnis, logischem und abstraktem Denken werden auch Kreativität, Zusammenarbeit und Problemlösungskompetenz gefragt sein. All das fördert RoboManiac – fächerübergreifend und mit viel Spaß am Tun.

 

In den e-Learning-Kursen von RoboManiac (www.robomaniac.at) können Kinder und Jugendliche von zuhause aus mit professioneller Begleitung programmieren lernen. Je nach Alter stehen Scratch oder Python am Programm. Anmeldung unter www.robomaniac.at.

Kontaktloses Feedback-Geben

Fotocredit & Quelle: © HappyOrNot Ltd.

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Feedback von Kunden und Mitarbeitern zu erhalten bleibt auch in der aktuellen Corona-Krise entscheidend. Mit der Analysesoftware und den Smiley Terminals, die Echtzeitfeedback sammeln, ermöglicht HappyOrNot sowohl für digitale als auch für physische Kontaktpunkte Lösungen für die schnelle Stimmungsabfrage.

Dieses Kommunikationstool wird seit Anfang April 2020 mit der neuartigen Smiley Link Lösung erweitert. Mit dieser Zusatzlösung führen Organisationen Echtzeit-Befragungen durch, indem ihre Kunden und Mitarbeiter kontaktlos und direkt an ihren eigenen Smartphones Feedback hinterlassen.

Mit Smiley Link geben beispielsweise Kunden über QR-Codes und Kurz-URLs auf Frageschildern oder an den Tablets ihre Bewertungen zum Aufenthalt am Verkaufspunkt ab. Es steht somit dem Feedbackgeber frei, das Terminal selbst zu verwenden oder seine Stimmung über Smartphone (bzw. internetfähigem Handy) mitzuteilen.  

Über einen Smiley Link Feedback zu geben, funktioniert so:

  1. Der QR-Code wird gescannt oder die Kurz-URL wird eingetippt, um über ein Mobiltelefon an der Befragung teilzunehmen.
  2. Das Feedback wird über das Wählen des entsprechenden Smileys abgegeben.

 

www.scanlang.at


Über HappyOrNot Ltd.:

Mittels der Software bewerkstelligen Organisationen die Analyse von Stimmungen ihrer Kunden, Patienten, Bürger oder Mitarbeiter. Der Anbieter von Smileygeräten ist seit zehn Jahren auf dem Markt und betreut mit über 180 Mitarbeitern weltweit über 4000 Kunden.  

Über die Scanlang GmbH:

Seit sechs Jahren ermöglicht der Vertreter von HappyOrNot in Österreich seinen Kunden, Mitarbeiterbefragungen auf effektive Art durchzuführen. Die Kundenzufriedenheit und damit die Kundenbindung erhöhen derzeit über 80 Organisationen gemeinsam mit ScanLang und HappyOrNot.  

FREE NOW stattet Wiener Taxis mit Trennwänden aus

Foto: “FREE NOW Taxi mit Trennwand” / Fotocredit & Quelle: © FREE NOW

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Europas führende Taxi-App startet bereits diese Woche, um die ersten 200 Wiener Taxis mit einem Trennschutz auszustatten, wobei diese Fahrzeuge leicht zu erkennen sein werden. Zudem tragen vermehrte Schutzmaßnahmen für Taxifahrer und Fahrgäste sowie neue Services dazu bei, die Corona-Krise zu meistern.

Auch in Zeiten der Corona-Krise sind Taxis als verlässlicher und bewährter Service weiterhin auf Österreichs Straßen unterwegs. FREE NOW, Europas erfolgreichster Vermittler von Taxifahrten per App, wird seine Fahrer bei ihrem täglichen Einsatz mit Hilfsmaßnahmen unterstützen und rüstet in diesen Tagen die ersten 200 Taxis in der Hauptstadt mit einem Trennschutz aus. Die Trennwände separieren den Fahrerbereich von der Rückbank, lassen sich schnell installieren und können so das Ansteckungsrisiko während einer Fahrt deutlich minimieren. FREE NOW hat die Initiative zusammen mit einem lokalen Partner, der Taxi Orlic KG, ins Leben gerufen. Die ersten Trennwände werden in den nächsten Tagen an die Fahrer ausgegeben.

Weitere Taxis sollen ausgestattet werden, zusätzliche Maßnahmen geplant
Nach dem Einbau der ersten 200 Trennwände soll die Verteilung in den nächsten Wochen noch flächendeckender erfolgen: „Wir freuen uns, dass wir zusammen mit unserem Partner Taxi Orlic bereits knapp 20 % unserer angeschlossenen Flotte in Wien mit Trennwänden ausstatten können. Wir produzieren in den nächsten Wochen weiter und sind darüber hinaus eng mit verschiedenen Lieferanten im Austausch, um noch mehr Trennwände zu bestellen“, so Sarah Lamboj, Geschäftsführerin von FREE NOW in Österreich. 

Die neuen Schutzmaßnahmen für Taxis sind eine optimale Ergänzung zu einer bereits stattfindenden Initiative der Stadt Wien. „Seit Ende März beteiligen wir uns an der Aktion und unterstützen Bürgerinnen und Bürger, die über 65 Jahre alt sind, mit Taxigutscheinen im Wert von 50 Euro. Ältere Menschen stellen aktuell eine besonders gefährdete Risikogruppe dar. Wir können ihnen so dabei helfen, wichtige Besorgungen oder Arztbesuche zu tätigen, ohne öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Mit eingebauten Trennwänden lässt sich das Ansteckungsrisiko bei einer Taxifahrt für sie zusätzlich reduzieren”, ergänzt Lamboj. „Ältere Fahrgäste können nun die speziell während der Coronakrise eingerichtete Hotline auch nutzen, um Fahrzeuge mit Trennwand zu ordern”, erklärt Sarah Lamboj. Der Service ist bis auf Weiteres unter der Nummer 0720 883 229 täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.

 

Die Bemühungen, das Taxifahren sowohl für Fahrgäste als auch für Fahrer noch sicherer zu machen, werden in den nächsten Wochen verstärkt vorangetrieben. Neben Empfehlungen zu Hygienestandards und Verhaltensregeln für Fahrer wird FREE NOW weitere Maßnahmen mit lokalen Partnern initiieren und unterstützen. Durch die Initiative der Wirtschaftskammer Wien können Fahrer bei Taxi Orlic bereits Desinfektionsmittel zur Handreinigung beziehen. Diese Fahrzeuge sind mit einem Aufkleber auf den Seitentüren versehen. FREE NOW wird seine Fahrer über Updates dieser Art weiterhin regelmäßig informieren und offene Fragen jederzeit beantworten.

 

Über FREE NOW


FREE NOW (ehemals mytaxi) ist ein führender Anbieter von Multiservice-Mobilität, der in über 100 Städten in ganz Europa tätig ist. Mit rund 14 Millionen Taxi-Fahrgästen und über 100.000 registrierten Taxi-Fahrern ist FREE NOW die führende App in diesem Bereich in Europa. FREE NOW ist Teil des im Februar 2019 gegründeten Mobilitäts-Joint-Ventures von BMW und Daimler. Heute arbeitet FREE NOW mit 950 Mitarbeitern aus 68 Nationen in 26 Niederlassungen in ganz Europa. Eckart Diepenhorst ist der CEO Europe von FREE NOW.

https://free-now.com/at/ 

 

 

 

Muttertag – die Zeit, von Herzen danke zu sagen!

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Am Muttertag ist es wieder an der Zeit, von Herzen danke zu sagen. An diesem Tag können wir unseren Müttern und Herzensdamen eine Freude bereiten, indem wir sie besonders verwöhnen. SPREAD präsentiert außergewöhnliche Geschenkideen von Barnängen, Dorotheum Juwelier, Loisium, Nature Box, Nikon, Prada, Jean Paul Gaultier und Xenox, die garantiert ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

 

Jede Mama freut sich über eine Extraportion Pflege von ihren Liebsten. Am besten gelingt das mit der Barnängen Intensiv-Repair Body Lotion. Sie verwöhnt besonders empfindliche Haut und hilft mit der einzigartigen veganen Pflegeformel, Rötungen sowie Risse zu verhindern. Die Lotion beinhaltet die Wirkstoffe von Schwedens beliebter nordischen Baumwolle und Mineralien.
Die zeitlosen Lieblinge von Dorotheum Juwelier lassen jedes Mutterherz höherschlagen. Egal, ob klassische Abendgarderobe oder trendy Streetstyle-Outfit – die feinen Ketten und eleganten Ohrringe in warmen Goldtönen lassen sich mit jedem Kleidungsstück kombinieren. Ein Geschenk, an dem jede Mama noch lange Freude haben wird.

LOISIUM
Zeit ist eines der wertvollsten Geschenke, welches man einer lieben Person machen kann. Ein gemeinsames Wellness-Wochenende ist die perfekte Möglichkeit, um etwas Abstand vom stressigen Alltag zu gewinnen und einfach mal mit der Mama die Seele baumeln zu lassen. Besonders gut gelingt das in einem der beiden Loisium Wine & Spa Hotels.  Entspannung pur erwartet alle Erholungshungrigen im Kamptal und in der Südsteiermark mit aromatischen Saunagängen, sportlichen Runden im beheizten Outdoorpool, kulinarischen Highlights und dem einen oder anderen Glaserl Wein mitten im Weingarten.
Balsam für die Haare! Die Nature Box Haarpflege mit 100% kaltgepresstem Oliven-Öl versorgt das Haar mit wertvollen Vitaminen, Antioxidantien und gesunden Fettsäuren. Der Conditioner und die intensive Haarmaske pflegen geschädigte Haarfasern und vollenden die Spitzen. Zudem sind alle Nature Box Produkte vegan, frei von Silikonen, künstlichen Farbstoffen, Sulfaten und Parabene.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Still und langsam verändert sich unsere Welt und die Menschen darin. Um Mamas eine besonders ausgewöhnliche Freude zu bereiten, schenken wir jetzt einzigartige Augenblicke für die Ewigkeit, damit sie mit einem Lächeln immer wieder die schönsten Ereignisse Revue passieren lassen kann. Unser Geheimtipp ist die neue spiegellose Nikon Z 50. Die kompakte Kamera lichtet unvergessliche Augenblicke in einer unübertroffenen Qualität und einer atemberaubenden Farbenpracht ab. Der Kreativität sind mit 20 Effekten sowie innovativen Features keine Grenzen gesetzt. Dank der SnapBridge-Funktion können Fotos und Videos mit den Liebsten im Handumdrehen auf das Smartphone, das iPad oder den Computer geladen und im Nu auf sozialen Netzwerken mit der Welt geteilt werden.

Blumen stellen an diesem besonderen Tag immer eine klassische und zugleich charmante Möglichkeit dar, der liebsten Mama eine frische Brise und zugleich ein Bouquet an Schönheit zu schenken. Wer die Anmut natürlicher Aromen mit einer wertvollen Aufmerksamkeit verbinden möchte, ist wohl beraten, einen zauberhaften Duft zu schenken. Passend zum Frühjahr und zu den persönlichen Vorlieben stehen einige außergewöhnliche Duftkreationen zur Auswahl.
Blumige Düfte sind wohl die beliebtesten innerhalb der Duftfamilien. Das überrascht nicht, wenn man bedenkt, dass es sich hier um sehr zeitlose Nuancen handelt. Gerade zum Wonnemonat Mai passen florale Akzente mit betörenden Blütenessenzen wie Rose, Jasmin und Mimose. Les Infusions de Prada verströmen frische samtige Akzente, „Mimosa“ und „Rose“ sind hier majestätische Beispiele für liebevolle Duftkompositionen.

Jean Paul Gaultier „So Scandal“ mit Orangenblüte, frischem Jasmin und Tuberose. Einen enigmatischen Kontrast bildet „Floriental“ von Comme des Garçon  mit Akzenten von Labdanum, Vetiver und Weihrauch.

Mama ist und bleibt die Beste, daran wird sich auch niemals etwas ändern! Mit den Schmuckstücken von Xenox erinnern wir Mama jeden Tag daran, wie lieb wir sie haben. Die edle FINE-Kollektion aus 9-Karat Gold mit schlichtem Rosenquarz oder blauem Topas im Baguette- oder Krappenschliff zaubern jeden Tag zeitlose Eleganz. Aber auch der herzförmige Anhänger aus der neuen Frühjahrskollektion „Hollywood“ zeigt sich von seiner opulenten Seite und sorgt für elegante Lichtspiele. Das Trend-Piece mit funkelnden Zirkoniasteinen sorgt für Liebe auf den ersten Blick und ist ein absoluter Hingucker.

 

 

Fotos + Fotocredits:
Barnängen Intensiv Repair Body Lotion € 7,99 (UVP)
D’Oro Ring tricolor € 349,00
LOISIUM Wine & Spa Hotels Langenlois  (c) LOISIUM Wine & Spa Hotels
NATURE BOX Kur 200 ml Oliven-Oel € 5,99
Nikon Z 50
So Scandal 30 ml + Umverpackung
SPD-476 8435137754601 € 116,00
XENOX Silver Heartbeat Collier teilweise rose vergoldet € 59,00

Sereina Schmidt: Darf ich noch Marketing machen?

Foto: chalkboard-620316_1920_pixabay yogesh more / Quelle: Sereina Schmidt

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Jetzt ist Zeit für Öffentlichkeitsarbeit – aber bitte Z.D.F. vermeiden

 

Ein Artikel von Sereina Schmidt*

 

Alle sind momentan online. Die Aufmerksamkeit dort war kaum je höher und dennoch ist sie beschränkt. Fokussiert auf eine bestimmte Art von Kommunikation. Die aktuelle Krise bedeutet aber für uns alle gerade im Bereich Kommunikation nach innen und außen, im Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit eine Chance. Eine Chance, Neues auszuprobieren und auf uns aufmerksam zu machen, neue Wege zu gehen und teilweise auch unsere Dienstleistungen anzupassen oder sogar komplett neu zu erfinden.

Der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg ist jedoch sehr schmal und gefährlich. Denn was gegenwärtig überhaupt nicht tragbar ist, dass ist „Z.D.F.“. Wenn Unternehmen jetzt nach Zahlen, Daten, Fakten kommunizieren, werden sie im besten Fall ignoriert und im wahrscheinlichsten Fall stark kritisiert.

Allen Unternehmen, ob Konzerne oder KMU, Einzelunternehmer oder Selbständige, wird momentan viel Solidarität entgegengebracht. Man weiß, die Krise betrifft uns alle. Gleichzeitig werden auch viel Gemeinschaftsgeist und -sinn sowie Großzügigkeit erwartet. Wenn Unternehmen jetzt allerdings ihre Standard-Werbekampagne zücken oder Produkte und Dienstleistungen wie gewohnt mit Angebot und Preis verkaufen, dann wird das sehr oft nicht gutgeheißen. Das ist übrigens erst recht der Fall, wenn es sich um eine Branche handelt, die von der Situation profitiert und deren Dienstleistungen gebraucht werden.

 

Was ist noch erlaubt, was sinnvoll?

Was also tun? Viele Unternehmen sind verunsichert, was sie überhaupt noch kommunizieren sollen, wenn Marketing kaum mehr oder nur noch teilweise geht. Was sie denn überhaupt noch zu kommunizieren hätten, wenn das Geschäft, das Hotel oder auch das Dienstleistungsunternehmen fast oder komplett heruntergefahren ist. Genauso unsicher sind aber auch Unternehmen, welche momentan von der Situation profitieren. Sie wissen nicht, was sie noch „dürfen“. Mein Tipp aus der Kommunikationspraxis: Erzählen Sie über sich. Erzählen Sie, was Sie und Ihre Mitarbeiter tun. Erzählen Sie, was Sie planen oder wie ein Alltag im Normalfall und wie er jetzt aussieht. Es gibt kaum eine bessere Zeit als jetzt für PR – Ihre Öffentlichkeitsarbeit nach innen und außen! Was heißt das konkret? Hier ein paar Beispiele:

  1. Wenn Sie ein Gastro- oder Hotelbetrieb sind: Nutzen Sie die Zeit und machen Sie beispielsweise eine Video-Serie darüber, was Sie jetzt mit den übrigen Lebensmitteln machen. Oder lassen Sie die Mitarbeiter aus ihrem Alltag sprechen, was sie jetzt tun und was sie beschäftigt.
  1. Wenn Sie ein Kosmetikstudio sind: Geben Sie Online-Tipps, wie man die Gesichtshaut mit einfachsten Mitteln zuhause pflegen kann. Zeigen Sie, was Sie jetzt alles vorbereiten und an internen Schulungen vornehmen in der Zwangspause.
  1. Wenn Sie Velo-Kurierdienste anbieten, dann zeigen Sie jetzt den Weg eines Paketes, warum dies komplex ist und warum es Sie braucht.
  1. Wenn Sie Online-Dienste wie Webinare anbieten und von der Situation profitieren: Seien Sie großzügig mit Abos, erhöhen und vereinfachen Sie die Testmöglichkeiten etc.
  1. Wenn Sie ein großes Bauunternehmen führen: Zeigen Sie, wie Sie sich an die Hygienevorgaben halten oder erklären Sie in Statements und Videos, wie Sie jetzt anders planen müssen und was das logistisch für Sie bedeutet.
  1. Wenn Sie ein Industrieunternehmen führen: Zeigen Sie, was Ihre Mitarbeiter leisten, erklären Sie was Kurzarbeit bedeutet und wie Sie damit umgehen.
  1. Wenn Sie eine Tourismusdestination führen: Geben Sie jetzt bereits Gutscheine für die „Wiedereröffnungswochen“ und das erste Glas Prosecco aus, wenn Sie in der Zukunft mit Ihren Gästen wieder feiern dürfen.

 

Es gibt jedoch auch ein paar Regeln:

  1. Seien Sie großzügig mit sich und den anderen. Das wird sich langfristig auszahlen. 
  2. Bleiben (oder werden) Sie authentisch. Das heißt, die Kommunikation muss Ihnen und Ihrem Unternehmen entsprechen, nur dann sind Sie glaubwürdig.
  3. Zeigen Sie Ihre Werte, wie Sie denken und handeln.
  4. Bleiben Sie bei der Wahrheit.
  5. Bleiben Sie positiv, das heißt, Sie dürfen die schwierige Situation erklären, aber verzichten Sie auf Anklage Dritter und Beschuldigungen.
  6. Bleiben Sie solidarisch und zeigen Sie Mitgefühl. Arroganz und Überheblichkeit sind vernichtend.
  7. Verzichten Sie auf reine Zahlen, Daten, Fakten. Bringen Sie Emotionen und Service.

 

Diese Regeln gelten übrigens in der aktuellen Lage für die interne wie die externe Kommunikation.

 

Öffentlichkeitsarbeit hat immer das Ziel, Verständnis zu generieren, etwas zu erklären, zu informieren, das Image zu optimieren oder zu stärken. Krisenkommunikation ist die höchste der Kommunikationsdisziplinen. Sind Unternehmen und Unternehmer jetzt großzügig und offen, zeigen vor allem jedoch Haltung, wird sich das langfristig auszahlen. Kommunizieren Sie als unbedingt weiter – aber bitte richtig!

 

 

* Sereina Schmidt, zu 100 Prozent Kommunikationsprofi, ist spezialisiert auf Krisenkommunikation und CEO-Reputation. Ihre Stärke ist die direkte, transparente und ehrliche Beratung und Unterstützung von Unternehmern, Beiräten, Stiftungs-, Gemeinde- und Stadträten. www.schmidt.ch

Wenn nichts mehr so ist, wie es war…

Foto & Quelle: Sereina Schmidt

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Ruhe bewahren und klar sein – in der (Krisen-)Kommunikation und internen Führung

 

Ein Artikel von Sereina Schmidt*

 

Seit Wochen dominiert ein Thema wirtschaftlich und gesellschaftlich die Welt. Die Frage, die sich gerade viele, wenn nicht alle Unternehmen stellen, lautet: Was sollen wir in dieser außerordentlichen Situation kommunikativ machen?

Leider „vergessen“ viele Unternehmen in dieser Situation (wenn man mit sich und dem Unternehmen beschäftigt ist), dass interne und externe Kommunikation absolut unerlässlich ist. So kann man Nähe, Verbundenheit und weiterhin Sichtbarkeit gewährleisten. Zudem haben wir in Krisenzeiten einen erhöhten Kommunikationsbedarf.

 

In der Krisenkommunikation kommt es auf jedes Wort an

Vermeintlich „tolle Ideen“, wie eine „Corona-Rabatt-Aktion“ können sich als schmerzhafter Bumerang herausstellen. Es braucht jetzt einen kühlen Kopf und eine übergeordnete und strategische Kommunikation. Und das gerade jetzt, wenn viele Menschen „blockiert“ sind und wichtige kommunikative Aufgaben nicht erkennen oder umsetzen können. Unternehmern und Selbständigen muss klar sein: Man kann mit Krisenkommunikation nicht alles verändern. Das ist klar. Aber man kann in vielen Fällen noch etwas herausholen und Kunden und Mitarbeiter zu Verbündeten machen. Gerade das ist in dieser Zeit enorm wertvoll.

 

Interne Kommunikation als wichtiges Führungsinstrument

Eine Krise wie die aktuelle hat niemand erwartet und kaum jemand hätte sich die aktuellen Szenarien auch nur ausmalen können. Unternehmer sind im Moment stark gefordert und hauptsächlich mit sich selber und dem Unternehmen beschäftigt. Das unternehmerische Leben muss aber (irgendwie) weitergehen. Wir stehen vor immensen wirtschaftlichen Problemen – und damit kommt die (interne und externe) Kommunikation ins Spiel. Das Ziel muss es sein, nach der Krise wieder „bereit“ zu sein und das Wohlwollen der Mitarbeiter und Kunden zu besitzen. Die richtige Kommunikation macht hier den entscheidenden Unterschied. Und der wichtigste Teil ist die interne Kommunikation. Denn wenn Sie die eigenen Mitarbeiter nicht mehr auf Ihrer Seite haben, haben Sie verloren. Warum ist interne Kommunikation in einer Krise so wichtig? Die Basis dazu liefern uns die Merkmale einer Krise (egal ob Corona- oder durch einen anderen Auslöser bedingt):

  • Eine Krise ist (meistens) überraschend (es gibt auch Krisen, welche im Vorfeld ersichtlich sind)
  • Sie ist unvergleichbar (man hat keinen Vergleich zu Vorhergehendem bzw. Erfahrungswerte)
  • Man ist unmittelbar betroffen
  • Die Situation erscheint komplex
  • Der Handlungsspielraum ist stark eingeschränkt
  • Sie kann sich eigendynamisch entwickeln
  • Das Tagesgeschäft wird stark beeinträchtigt
  • Die Situation wirkt absorbierend (braucht unseren vollen Einsatz)
  • Das Interesse nach umfassender Information wächst enorm
  • Hohe Medienaufmerksamkeit
  • Außerordentlicher Zeitdruck
  • Das Ereignis löst schwerwiegende kurz- oder langfristige Folgen aus

 

Durch alle diese Merkmale sind wir stark verunsichert. Wir suchen nach etwas, das uns wieder Halt gibt. Und das sind in diesem Fall „Informationen“ und „Führung“. Was können Unternehmer und Führungspersönlichkeit also konkret tun?

 

  1. Verdreifachen Sie Ihre Kommunikationskadenz. Haben Sie bisher einmal pro Woche informiert, tun Sie es nun alle zwei Tage, auch, wenn nichts Neues dazu gekommen ist.
  1. Kommunizieren Sie klar, bringen Sie alle Fakten auf den Tisch. Informationen zurückhalten sorgt nur für weitere wachsende
  1. Beziehen Sie Mitarbeiter mit ein und motivieren Sie diese.
  1. Machen Sie die Dringlichkeit klar, beispielsweise was die wirtschaftlichen oder gesundheitlichen Folgen anbelangt.
  1. Lassen Sie auch alle Ihre Mitarbeiter zu Wort kommen. Vielleicht erhalten Sie tolle kreative Ideen, aber vor allem nehmen Sie so Ihre Mitarbeiter ernst.
  1. Treffen Sie keine Entscheidungen auf der Grundlage von Spekulationen! Auch wenn momentan Entscheidungen
    von Tag zu Tag wechseln können, halten Sie sich an die Fakten.
  1. Delegieren Sie Aufgaben ganz klar. Denn Sie müssen den Kopf frei behalten und weiterhin führen können.
    Zudem ist jeder Mitarbeitende momentan froh um Aufgaben und Beschäftigung.

 

Es gibt keinen anderen Weg. Krisen verlangen nach Transparenz und Führung. Alles andere destabilisiert noch mehr.

 

* Sereina Schmidt, zu 100 Prozent Kommunikationsprofi, ist spezialisiert auf Krisenkommunikation und CEO-Reputation. Ihre Stärke ist die direkte, transparente und ehrliche Beratung und Unterstützung von Unternehmern, Beiräten, Stiftungs-, Gemeinde- und Stadträten.

 

www.schmidt.ch

5 Tipps für eine erfolgreiche Führung in und durch die Corona-Zeit

Foto & Quelle: Dr. Marion Bourgeois

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Wie CEOs jetzt die richtigen Entscheidungen treffen

 

von Dr. Marion Bourgeois*

 

In Zeiten wie diesen braucht es viel mehr als sonst den richtigen Ansatz, um jeden Tag aufs Neue die nötigen Entscheidungen zu treffen. Das verlangt nach den richtigen Führungskräften. Aber wer im Unternehmen ist tatsächlich in der Lage dazu? Zeit, sich selbst einmal kritisch zu (hinter-)fragen: Bin ich gerade der oder die richtige, um in der Krise das Schiff aus dem Sturm zu steuern? In welchen Zustand befinde ich mich selbst? Und welchen Status hat das Problem? Sind CEOs, Geschäftsleitungen und Führungskräfte dazu wirklich bereit?

 

Viele Mitarbeiter sagen gerade „Ja, mein Chef macht das toll“. Andere haben den Eindruck „Mein Chef ist überfordert“. Woran liegt das? Eine Erklärung dafür liefert das Cynefin Model. Das Decision Framework von Dave Snowden unterscheidet zwischen vier Zuständen, in denen Lösungen gefunden werden müssen: 1. Einem geordneten Zustand, in dem Ursache und Wirkung direkt miteinander korrelieren. 2. Einem komplizierten Zustand, in dem es eine Überlagerung von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen gibt. 3. Einem komplexen Zustand, in dem rückblickend begründet werden kann, warum Dinge so sind, wie sie sind. Und 4. Einem chaotischen Zustand, in dem unter Zeitdruck schnell Entscheidungen getroffen, dann jedoch auch sorgsam beobachtet werden müssen, um die eigenen Schritte immer wieder neu auszurichten.

 

Ohne zu wissen, was morgen ist und gilt

Das aktuelle Problem, mit dem wir gerade alle konfrontiert sind und das uns ausnahmslos herausfordert, ist, dass wir heute agieren müssen, ohne zu wissen, was morgen ist. Die Herausforderung dabei ist: Machen wir uns die oben genannten vier Felder nicht klar und uns immer wieder bewusst, in welchem Status wir uns gerade befinden, reagiert unser Autopilot. Und je angespannter die Situation, je betroffener vom Coronavirus wir sind, umso mehr folgen wir unserem Autopiloten. Deshalb gilt meine Bitte dem Management, den Unternehmern, allen Boards und allen, die heutzutage Menschen führen: Nehmt euch die Zeit, vorher zu überlegen, aus welchem Status, aus welchem Zustand heraus, muss diese Situation gelöst werden. Was ist das jetzt in diesem Augenblick für ein konkretes Problem? Aus welchem Feld kommt diese anstehende Aufgabe? Was müssen wir heute lösen? Um dann zu entscheiden, wer innerhalb des Unternehmens oder innerhalb des Teams der Richtige ist, um diese Angelegenheit zu übernehmen und zu entscheiden, was getan werden muss. Rangordnungen sind dafür längst passé. Es zählen weder Ausbildung noch Erfahrung. Einzig und allein die Fähigkeiten des Einzelnen im jeweiligen Moment. Im Status 1 – geordnet, brauche ich jemanden, der Prozessdenken hat, der sehr klar strukturiert vorgeht. Schon ab Status 2 – kompliziert, braucht es jemanden, der die Fähigkeit hat, unterschiedliche Experten an einen Tisch zu bekommen und dann auch die innere Größe hat, mit den Experten zu diskutieren, auf dieser Basis eine einheitliche Meinung zu beschließen und diese zu kommunizieren.

 

Im Chaos: Entscheiden – beobachten – Konsequenzen ziehen

Gerade im chaotischen Status 4, und in dem befinden wir uns gerade alle, gibt es nicht genügend Informationen. Das was passiert, steht derzeit in der Glaskugel und muss erst noch herausgefunden werden. Da braucht es jemanden, der umsichtig, aber entscheidungsstark ist und die Achtsamkeit hat, die getroffenen Entscheidungen minütlich zu hinterfragen, zu beleuchten und die Ergebnisse zu beobachten, um daraus dann wiederum die richtigen Konsequenzen zu ziehen und die nächsten sinnvollen Schritte zu gehen. Führungskräfte, die dazu in der Lage sind, zeichnen sich oft durch folgende Eigenschaften aus, die sich zugleich auch als Tipps für all diejenigen eignen, die in der jetzigen Situation einfach führen müssen:  

 

  1. Führe Dich zuerst selber – und sorge für Dich

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen Rollenvorbilder und wahrhafte Gespräche. Macht Euch klar, in welchem „State“ Ihr selber seid – und steht dazu. Vorgespielte Sicherheit wird von jedem als eine solche erkannt – und das Vertrauen in Euch wird geschwächt. Dazu gehören Dinge wie Resilienz, positive Gedanken, Sport, Ernährung, Meditation – was immer EUCH ganz individuell guttut!

 

  1. Bleibe menschlich – auch, wenn es virtuell wird

Führung ist persönlich! Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter steht an einem anderen Punkt. Gespräche mit jedem einzelnen zu der jeweils individuellen Situation schaffen Vertrauen, positives Commitment und stärken letztlich den Teamgeist. Was sind die aktuellen Bedenken? Wie sieht die – unter den gegebenen Rahmenbedingungen – beste Lösung aus? Wie geht es jedem/r Einzelnen in der Situation?

 

  1. Kommuniziere klar Deine Erwartungen

Wenn „remote“ gearbeitet wird, ist es noch wichtiger als im Office, präzise zu kommunizieren. Was ist der Arbeitsauftrag, welche Qualität muss erreicht werden – und wann ist die Deadline? Und das Ganze natürlich abgestimmt auf den Zweck (Purpose) Eures Unternehmens, Eurer Abteilung. Warum ist diese Aufgabe wichtig, wozu trägt sie bei, was wird damit erreicht? Je mehr Hintergrundinformationen gegeben werden, desto selbstständiger kann und wird die Aufgabe gemeistert werden.

 

  1. Schaffe Raum und Atmosphäre

Rituale geben Sicherheit. Die morgendliche Videokonferenz mit allen – und wenn es nur 15 Minuten sind. Ein „Raum“ zum Zuhören, Unterstützen, einfach „DA-SEIN“ ist das, was gerade heute den Zusammenhalt stärkt und hilft, gemeinsam mit der Krise zu wachsen. Als Mensch. Als Team. Als Gemeinschaft.

 

  1. Einfach Tun!

Viele erstarren gerade – und keiner macht den ersten Schritt. Habt den Mut, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und vorsichtig voranzugehen. Die „da oben“ wissen es auch nicht besser. Keiner hat so etwas bereits erlebt. „Better is better than not better“ (Obama) – es muss nicht perfekt sein.

 

 

Dr. Marion Bourgeois – mit 28 promovierte Physikerin, mit 33 zweifache Mutter, mit 39 Witwe. Rückbesinnung auf die eigenen Stärken. Mit 43 Geschäftsleitung innerhalb eines DAX-Konzerns. Aufsichtsratsmitglied. Erneute Ausrichtung auf die persönlichen Werte. Mit 49 selbstständig. Als zertifizierter Business-Coach, Mediatorin und Moderatorin bringt sie mit Ihren Vorträgen und in praxisnahen Trainings Menschen in die Selbstverantwortung und Unternehmen zum Kulturwandel. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema „Frauen in der Führung“ mit dem Ziel, durch Exklusiv-Coachings „die Quote ohne Quote zu erhöhen“. Dr. Marion Bourgeois – Mensch. Glücklich. Ihr Motto: Leben selber gestalten, für Erfolge trainieren und Chancen sehen – denn: „Erfolg ist, wenn Wahrnehmung auf Bereitschaft trifft.“

https://www.drbourgeois.de/

In bewegten Zeiten fokussiert bleiben

Foto & Quelle: Ulrike Stahl / Fotocredit © Kersti Niglas

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Dank Erfolgspartner leichter: mach’s gemeinsam!

 

von Ulrike Stahl *

 

Homeoffice, Homeschooling, tägliche Versorgung sicherstellen, Arbeitsräume in der Wohnung geschickt verteilen und so viele Informationen. Da verliert man leicht den Fokus. Und doch gibt es Dinge, die jetzt konzentriert erledigt werden müssen: Anträge ausfüllen, Steuerstundung beantragen oder Liquiditätsplan aufstellen. Der Kundenkontakt muss gehalten werden, aber es gibt Hemmungen, zum Hörer zu greifen oder eine E-Mail zu senden. So vergeht Tag um Tag untätig. Gleichzeitig tun sich so viele neue Möglichkeiten auf. Aber welche Aufgabe soll man jetzt konkret anpacken und wie sie in dem Chaos zu Ende führen?

 

Wir sind nicht alleine, auch wenn wir getrennt arbeiten

Auch wenn wir es selbst tun müssen, wir müssen das nicht alles alleine machen. Gerade jetzt lohnt es sich, einen Erfolgspartner zu suchen, denn das erhöht die Produktivität und Zielerreichungsquote auf 95%. Warum? Ganz einfach: Wenn wir uns jemand anderem gegenüber verpflichten, etwas zu tun, ist es viel wahrscheinlicher, dass wir es tatsächlich tun, als wenn wir es uns einfach nur vornehmen. Beim Sport hilft es auch, sich zu verabreden. Ohne ist es einfach zu verführerisch, ihn ausfallen zu lassen oder weniger zu machen, wenn die einzige Person, vor der wir das begründen müssen, wir selbst sind. Dann drehen wir uns Sonntagmorgen um 8:00 Uhr bei strömendem Regen lieber noch einmal um und ziehen uns die Decke über den Kopf. Warten allerdings ein oder sogar mehrere Laufpartner auf uns, wollen wir uns nicht die Blöße geben und sind hinterher umso stolzer, dass wir unsere Runde sogar bei Regen absolviert haben. 

 

Virtuelle Wege nutzen, um gemeinsam vorwärts zum kommen

Auch wenn persönlicher Kontakt momentan nicht möglich ist, können wir uns per Telefon, WhatsApp oder Skype verabreden und austauschen. Suchen wir uns also einen Erfolgspartner, sprich jemanden, der genauso interessiert daran ist, produktiv zu bleiben und den Fokus zu halten. Das ist jetzt leichter denn je. Schließlich sitzen wir alle im gleichen Boot und nichts setzt so viel Energie frei wie der Haken hinter einer erledigten Aufgabe.

 

  1. Wer kommt in Frage?

Man muss sich nicht bereits besonders gut kennen, noch braucht man den gleichen fachlichen Hintergrund. Zu enge Freundschaft oder gar eine Beziehung kann eher hinderlich sein, weil dann nicht mehr so zielorientiert kommuniziert wird. Oft ist es bereichernd, wenn die Erfolgspartner vom Typ und Hintergrund her unterschiedlich sind. Vielleicht ein Studienkollege, jemanden den wir bei einem Kongress kennengelernt haben oder mit dem wir in einem beruflichen Netzwerk, auf XING oder LinkedIn verbunden sind. Haben Sie jemanden im Auge? Dann ergreifen Sie die Initiative. Eine Erklärung, worum es bei einer Erfolgspartnerschaft geht und die Frage, ob die Person Interesse hat, eine solche einzugehen oder es zumindest auszuprobieren, hat schon viele Erfolgspartner zusammengeführt.

 

  1. Wie starten?

Wichtig ist, sich darüber auszutauschen, was jeder von der Erfolgspartnerschaft erwartet und welche Ziele beide damit verfolgen. Eine Probezeit kann sinnvoll sein, um gegenseitig zu überprüfen, ob man den richtigen Erfolgspartner gefunden hat und man gemeinsam auf dem richtigen Weg ist. Erfolgspartnergespräche sollten fest vereinbart und zuverlässig in regelmäßigen Abständen geführt werden. Wöchentlich oder in der aktuellen Situation vielleicht sogar täglich, am besten zu einer festen Uhrzeit.

 

  1. Wie laufen die Erfolgspartnergespräche ab?

Das Gespräch sollte einen festen Ablauf haben und einen für beide Seiten angenehmen Zeitrahmen umfassen. 30 Minuten oder bei täglichem Rhythmus auch 10-15 Minuten reichen meistens vollkommen aus, wenn konzentriert kommuniziert wird. Folgender Ablauf bietet sich an: Erfolgspartner A berichtet, was er seit dem letzten Gespräch umgesetzt hat und wie es gelaufen ist. Wenn er Feedback oder Ideen braucht, bittet er darum. Erfolgspartner B fragt nach und erinnert gegebenenfalls an Vereinbarungen. Dann definiert A, welche Schritte er bis zum nächsten Gespräch unternehmen wird. Nun folgt B mit demselben Ablauf. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die vereinbarte Zeit beiden gleichmäßig zugutekommt. Den Smalltalk besser ans Ende des Gespräches verschieben.

 

Weitere konkrete Tipps für konkurrenzlos erfolgreiche Zusammenarbeit gibt es in den WIRtschaftswelten

https://www.ulrike-stahl.com/wirtschaftswelten/.

 

 


Weiterführende Lektüre der Autorin:


Ulrike Stahl


So geht WIRTSCHAFT!


Kooperativ. Kollaborativ. Kokreativ.


168 Seiten, € 29,95


ISBN 978-3-96186-001-2


metropolitan Verlag


* Ulrike Stahl ist eine mitreißende Vortragsrednerin, Autorin und Expertin für Kooperation und das neue WIR im Business. Wie geht konkurrenzlos erfolgreiche Zusammenarbeit? Wie entwickeln wir eine WIR-Kultur für uns selbst, in unseren Unternehmen und Verbänden? Darauf gibt sie Antworten, die wirken. Sie ist Autorin des Buches „So geht WIRTSCHAFT! Kooperativ. Kollaborativ. Kokreativ.“ – laut Handelsblatt eines der besten Wirtschaftsbücher.

 

www.ulrike-stahl.com

Sandra Schubert: Wie wir persönlich gestärkt und zufrieden aus der C-Krise hervorgehen

Foto: butterfly-4061336_1920_pixabay Kranich17 / https://pixabay.com/de/photos/schmetterling-papier-fliegen-dose-4061336/

Quelle: © Sandra Schubert

[Werbung]*Unbezahlt

Shut down? Cheer up!

von Sandra Schubert, Rosenheim*

 

Die ersten Phasen der inneren, psychischen Corona-Krise haben wir im deutschsprachigen Raum bereits hinter uns: Die Zeit des Verdrängens liegt Wochen zurück und auch die Periode des Nörgelns und Auflehnens haben die meisten von uns hinter sich gelassen. Nun gilt es dem Jammertal und der täglichen Grübelfalle zu entkommen.

 

Wenn wir akzeptieren, dass die Welt um uns herum gerade stillsteht und wir nur bedingt Einfluss auf die Rahmenbedingungen des täglichen Lebens nehmen können, dann können wir uns fokussieren auf die wirklich wichtigen Dinge: Loslassen, Entschleunigen und zu Ruhe kommen. Erst wenn sich dieser friedvolle innere Zustand einstellt, dann entsteht neue Energie, neue Motivation und echtes, „hausgemachtes Glück“.

 

Von „Ich bin ja so busy“ zum „Luxus des Loslassens“

Als Trainerin und Speakerin erlebe ich gerade am eigenen Leib, was es bedeutet, von absoluter Voll-, ja wahrscheinlich sogar Überbeschäftigung, innerhalb weniger Tage herunterzufahren. Der Kalender leert sich tsunamiartig über Wochen hinweg und man ist trotz AGBs und Stornobedingungen vollkommen machtlos. Was hilft es jetzt, wie Don Quichotte gegen Windmühlen zu kämpfen? Ziemlich verschwendete Energie und wenn ich etwas hasse, dann ist es Energie- und Zeitverschwendung!

 „Busy“ ist das neue „trendy“, oder war es zumindest, bis uns Corona die Absurdität unseres Handelns vor Augen geführt hat.
Schneller, höher, weiter funktioniert nicht mehr – es gilt den „Luxus des Loslassens“ genießen zu lernen! Die Tage und Stunden gehen im Homeoffice ineinander über und schaffen eine neue zeitliche Flexibilität – sozusagen als Entschädigung für die eingeschränkte räumliche Freiheit. Ja, die Zeit ist mehr im Fluss. Und gerade deshalb gilt es jetzt, sie nicht zerfließen zu lassen. Wehren wir uns gegen sinnlose Ablenkung, wie übermäßigen Medienkonsum und endloses Treiben im Newsfeed der sozialen Medien. Raus aus der Filterblase der negativen Nachrichten und rein in eine selbst geschaffene Wohlfühlatmosphäre!

„Auf der Couch sitzen und Leben retten?“

Diese Forderung aus den sozialen Medien ist in Wahrheit gar nicht so einfach auszuführen. Und doch retten wir damit nicht nur anderer Leute Leben, sondern vor allem auch unser eigenes! Okay, retten ist jetzt vielleicht etwas theatralisch ausgedrückt. Aber auf jeden Fall können wir den „virulenten“ Stillstand für einen Boxenstopp nutzen, einen Boxenstopp für mehr Bewusstsein, Wohlbefinden und Balance.

 

Die Chance des Shutdowns

Nicht nur verspüre ich die Krise finanziell derzeit am eigenen Leib, als Betriebs- und Volkswirtin sehe ich mehr als deutlich die mittelfristigen Auswirkungen auf unsere Konjunktur und Wirtschaft! Und gleichzeitig erinnere ich mich dieser Tage oft an meine Kindheit zurück. Ich bin im südostbayerischen Chemiedreieck nahe Burghausen aufgewachsen. Mein Vater war als Chemieingenieur für die Instandhaltung einer großen Erdöl-Raffinerie zuständig. Einmal im Jahr gab es einen geplanten „Shutdown“ – eine Stilllegung des Betriebsgeländes, um notwendige Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen. Die Vorbereitungen auf den Shutdown und der Produktionsstopp selbst waren für meinen Vater die aufwändigste und gleichzeitig arbeitsintensivste Zeit des ganzen Jahres. Wir Kinder mussten auf leisen Sohlen um ihn herumschleichen und ihm zu Hause jeden Wunsch von den Augen ablesen. Und zugleich war es für Papas Firma die wichtigste Zeit im ganzen Jahr, denn jetzt wurden die Weichen gestellt – nicht nur für den reibungslosen Betriebsablauf der Folgemonate, sondern auch für mögliche Wachstumssteigerungen der Produktion.

 

Von der Radiusbeschränkung zur Radiuserweiterung

Viele Unternehmer werden gerade dazu gezwungen, ihre Geschäftsmodelle und Kommunikationskanäle zu überdenken und im Schnellverfahren zu digitalisieren. Tausende von Arbeitsplätze werden momentan internet- und remotetauglich gemacht. Hindernisse werden wie nie zuvor aus dem Weg geräumt. Das wird unsere Zusammenarbeit auch nach der Krise verändern, so viel ist sicher. Das Schöne dabei ist: Durch die Überwindung der technischen und organisatorischen Hürden entstehen neue, zukunftssichere Arbeitsweisen, die uns produktiver und flexibler werden lassen.

Genauso bedeutend ist neben dem digitalen das persönliche Wachstum. Unsere Widerstandsfähigkeit, von Psychologen als „Resilienz“ bezeichnet, wird gerade in mehrfacher Hinsicht intensiv trainiert. Weiterhin denke ich aktuell oft an den Klassiker aus der Motivationspsychologie, die Maslowsche Bedürfnispyramide. Corona liefert uns einen eindrücklichen Beweis, dass körperliche und existenzielle Bedürfnisse wie Gesundheit und Sicherheit nach wie vor das Wichtigste für den Menschen sind. Erst danach kommen psychologische Bedürfnisse wie soziale Kontakte, Autonomie und Kompetenz erleben.

Apropos Kompetenz erleben: Bei vielen von uns im Businessleben erleidet die persönliche Erfolgsbilanz gerade einen heftigen Einbruch, zumindest was Umsatz und Ertrag angeht. Im Verkauf bricht die persönliche Erfolgsbestätigung durch den Kunden weg. Damit wir nicht in ein motivatorisches Defizit rutschen, gilt es klug zu kompensieren. Das gelingt zum einen, indem wir unsere Leistung mit neuen Maßstäben messen, wie z.B. einem produktiven Homeoffice-Tag oder neu erlernte Arbeitsmethoden. Zum anderen, indem wir uns Zeit nehmen für geistiges Wachstum und endlich die Berge an Fachlektüre zu dezimieren. Aber bitte nicht nach dem Muss- sondern lieber nach dem Lustprinzip – denn genau dann lassen uns unsere neuen Fähigkeiten nach dem Downturn neu durchstarten.

 

Die Kunst des hausgemachten Glücks

Wir Menschen haben einen sogenannten Glücksfixpunkt. Sowohl nach außerordentlich positiven als auch negativen Ereignissen kehren wir immer wieder zu diesem „happiness setpoint“ zurück. Erstaunlich ist, wie schnell wir wieder zu dieser „Glücksnormalität“ finden. In der aktuellen Krise profitieren wir davon sehr. Das zeigt sich darin, wie viele von uns gerade ausgesprochen kreativ werden und für das eigene Glück zu Hause sorgen. Wir erfreuen uns an den kleinen Glücksmomenten: mit Wohlfühlklamotten die tägliche Arbeit im eigenen Rhythmus erledigen, mit Freunden, Kollegen oder Kunden telefonieren, entspannen bei Cappuccino oder Teepausen – teilweise sogar mit virtueller Begleitung und vieles mehr.

Ein Tipp aus Happy Sales, der gerade noch mehr Aktualität hat als zu normalen Zeiten: Erstellen Sie eine „Schmunzelliste“ mit vielen Aktivitäten, die Ihnen schon beim bloßen Drandenken ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und führen Sie diese dann auch gemeinsam mit Ihren Lieben aus. Planen Sie jeden Tag mindestens einen „corona tauglichen“ Miniurlaub und ab damit auf den Familien-/Homeschooling- oder sonst was Plan J. Und noch eine Glücksintervention sei Ihnen ans Herz gelegt: Machen Sie am Abend eines jeden Tages einen Glückscheck! Fragen Sie sich – gerne auch als Familie gemeinsam: „Was war heute schön?“ und „Was wollen wir morgen wieder erleben oder machen?“. Ein wunderbares Ritual, um sich des „hausgemachten Glücks“ bewusst zu werden und es tagtäglich aktiv zu steigern. Wäre doch gelacht, wenn das nicht nur die Gefühlsebene, sondern eben auch das Immunsystem nachhaltig stabilisiert!

 

Ergänzende Lektüre der Expertin:


Die vollständig aktualisierte Neuauflage von Happy Sales vermittelt strategische, emotionale und organisatorische Selbstführung im Vertrieb. Profiverkäuferin Sandra Schubert verbindet eigene Verkaufserfahrung, Positive Psychologie und Zeitmanagement zu einem wirksamen Motivations- und Erfolgsrezept für alle die tagtäglich aktiv und glücklich verkaufen wollen.


 


Happy Sales


Mit Motivation und Organisation zum Erfolg im Verkauf


von Sandra Schubert


384 Seiten, Hardcover


€ 24,99


ISBN 978-3-527-51019-1


 


* Sandra Schubert ist nicht nur leidenschaftliche Verkäuferin, sondern auch Impulsgeberin und Motivatorin. Als erfahrene Expertin für Vertrieb, Positive Psychologie und Selbstmanagement im Verkauf „schubst“ die Fachbuchautorin ihre Teilnehmer mit Hilfe von Coachings, Seminaren und Vorträgen buchstäblich zum Verkaufserfolg. Die Rosenheimerin ist deshalb national und international einfach als „die SCHUBs“ bekannt. Sie gehört zu Deutschlands beliebtesten Verkaufsreferenten (Professional Speaker GSA/SHB). Weitere Informationen zu öffentlichen Auftritten oder individuellen Erlebnisvorträgen und Seminaren auf www.schubs.com.

 

Positive Psychologie

Verkauf

(Rücken-)Gesund arbeiten im Home-Office in Zeiten von Corona

Fotocredit & Quelle: © Bioswing

[Werbung]*Unbezahlt

Home-Office in Zeiten von Corona, New Work und Co.

(Rücken-)Gesund arbeiten von zu Hause

 

Covid-19 zwingt zahlreiche Arbeiter ins Home-Office. Wo möglich, wird die Arbeit in die Wohnung verlegt. Im besten Fall in ein extra eingerichtetes Arbeitszimmer, oft aber auch an den Esszimmertisch, in eine Ecke des Wohn- oder Schlafzimmers. Man richtet sich so gut als möglich ein … Und erkennt ganz plötzlich, dass der gekannte Arbeitsplatz im Büro mehr als nur ein gewohntes Umfeld ist. Die Einrichtung durchdacht und bestenfalls ergonomisch abgestimmt, hinkt hier das Home-Office meist deutlich hinterher. Das beginnt bei der Computerausrüstung und findet seinen Höhepunkt bei der (nicht) passenden Sitzmöglichkeit. Corona adieu, Rücken ahoi?

 

Um auch im Homeoffice ein gesundes Arbeitsklima zu ermöglichen, bedarf es einer rückenschonenden Sitzlösung. Das Arbeiten auf der Couch oder dem Esszimmerstuhl ist nicht mal als Übergangslösung passabel – schadet es doch neben der (Rücken-)Gesundheit auch der Möglichkeit auf ein konzentriertes, leistungsfähiges Arbeiten.

 

Zwischen Licht und Schatten

Unabhängig der Corona-Krise: Home-Office kann deutliche Vorteile haben. Wer im Home-Office arbeitet, wird seltener bei seiner Arbeit unterbrochen als im Büro und ist – das zeigen diverse Umfragen – mit seinen Arbeitstagen zufriedener. Der Weg in die Arbeitsstätte durch Stau oder mit verstopften Bussen und S-Bahnen entfällt, die Work-Life-Balance gewinnt. Wichtig beim orts- und zeitflexiblen Arbeiten ist es, die gesundheitlichen Aspekte nicht aus den Augen zu verlieren. Hat sich möglicherweise die ergonomische Optimierung von Büroarbeitsplätzen in einem Unternehmen etabliert, so sollten diese Bedingungen auch für die Mitarbeiter gelten, die teilweise oder sogar vollständig ihre Arbeit von zu Hause, aus dem Homeoffice, verrichten. Kein Licht ohne Schatten: Die Arbeit im Homeoffice birgt auch Risiken. Fehlende Rückmeldung von Vorgesetzten fehlen ebenso wie soziale Kontakte oder Unterstützung unter Kollegen. Nicht bezahlte Mehrarbeit im Homeoffice oder fehlende Ruhezeiten sind laut Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung e.V. ein Thema, das Arbeitgeber dringend in die Pflicht nimmt.1 Neben sozialen und gesetzlichen Aspekten trifft Home-Office-Arbeiter ein weiterer wichtiger Punkt: Der Rücken(schmerz). Nach wie vor unrühmliche Top 1 der Arbeitsunfähigkeitstage.

 

Bewegung im Home-Office

Ein guter Bürostuhl im Home-Office ist daher unersetzlich. „Kippen oder pendeln?“ stellt sich die Frage auf der Suche nach der passenden Bewegt-Sitzlösung. Betrachtet man die Auslenkung der Sitzfläche aus biomechanischer Sicht, ist das seitliche Beckenkippen im Sitzen als problematisch anzusehen. Bei pendelnden Sitzsystemen hingegen sollten die Auslenkungen der Sitzfläche klein und horizontal gehalten werden. Ziel ist es, durch kleine Bewegungen möglichst nur das tiefenstabilisierende System zu aktivieren und große Muskeln dadurch zu entlasten. AGR-zertifiziert gelten Bioswing Sitzsysteme als führende Lösung, wenn es um eine permanente Bewegung während des Sitzens im Büro geht.2 Die Besonderheit ist das 3D-Sitzwerk, welches Sitzfläche und Rückenlehne vom Stuhlgestell entkoppelt. Das Sitzwerk arbeitet dabei nach dem Pendelprinzip, sodass die Sitzfläche keinen absoluten Fixpunkt für das Becken bildet und eine aktive (Tiefen-)Stabilisation gefordert wird. Fein ansprechend führt jede Bewegung zu einer Auslenkung der Sitzfläche: Bewegungen des Rumpfes oder der Beine sowie vor allem der Arme und des Kopfes. Selbst kleinste, durch den Menschen nicht bewusst wahrgenommene wie die Herz- und Atemtätigkeit.2 Diese fein dosierten Auslenkungen stimulieren die Meldeorgane in den Weichteilen und Gelenken und provozieren so eine motorische Beantwortung durch das zentrale Nervensystem. Diese unbewusst ablaufende, motorische Steuerung und Regelung ist wichtig, damit der Sitzende nicht abgelenkt wird. Zu große oder unphysiologische Bewegungen bergen die Gefahr einer Ablenkung von den Arbeitsaufgaben und den damit einhergehenden Verlust an konzentrierter Leistungsfähigkeit.

 

Stütze für Nacken und Augen

Wichtig für einen Bürostuhl im Homeoffice ist auch die Verwendung einer dreidimensional einstellbaren Nackenstütze: Sie entlastet nicht nur den häufig verspannten oberen Bereich der Wirbelsäulenmuskulatur. Sie sorgt außerdem für eine wichtige Schonung der Augen. Bildschirmpausen sollten deshalb unbedingt regelmäßig im Büro- und Home-Office-Tag Einzug finden: Sich nach hinten lehnen, den Kopf auf der Nackenstütze ruhen lassen, Nackenmuskeln entlasten, den Augen eine Auszeit gönnen.

 

Hintergrund: Zusammenhang zwischen Augen und Nacken bei der Bildschirmarbeit

Die äußere Augen- und die Nackenmuskulatur sind über den Hirnstamm neuronal miteinander verschaltet und bedingen sich dadurch gegenseitig.³ Im „normalen“ Alltag bewegen wir unsere Augen zusammen mit dem Kopf. Bei der Bildschirmarbeit jedoch summieren sich viele kleine Augenbewegungen bei gleichzeitig fixiertem Kopf auf. Wir unterdrücken bei vielen kleinen Augenbewegungen permanent unsere physiologische Kopfbewegung, was unweigerlich zu einer Spannungserhöhung der Nackenmuskulatur führt.³ Wiederkehrende, kurze Bildschirmpausen mit Kopfdrehungen, größeren Augenbewegungen und einer Nackenentlastung auf einer individuell einstellbaren Nackenstütze wirken dem entgegen.

 

Die Arbeit im Home-Office wird (derzeit gezwungenermaßen, aber auch allgemein) zunehmend beliebter. Digitalisierung und New Work schaffen Möglichkeiten und arbeitgeberseitige Notwendigkeiten für neue Arbeits(zeit)modelle zugleich. Um die gesundheitlichen Risiken sitzender Tätigkeiten, insbesondere der Bildschirmarbeit, wirkungsvoll entgegenzutreten, empfiehlt sich ein durchdachtes Sitzkonzept – für mehr (Rücken-)Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Home-Office.

 

www.bioswing.de

 

Zitierte Literatur:



  1. Brenke, K. (2016) Home Office: Möglichkeiten werden bei weitem nicht ausgeschöpft. In: DIW Wochenbericht 5/2016, S. 95-105, Berlin.

  2. Nüesch, C.; Kreppke, J.-N., Mündermann, A.; Donath, L. (2018) Effects of a Dynamic Chair on Chair Seat Motion and Trunk Muscle Activity during Office Tasks and Task Transitions. In: Int J of Environmental Research and Public Health (15), 2723.

  3. Friedrich, M.; Seidel, E. (2017) Sehverhalten, visuelle Defizite und Wahrnehmungsstörungen im Zusammenhang mit Motorik-, Haltungs- und Gleichgewichtsstörungen (MHG). In: Friedrich, M. (2017) Interdisziplinäre Optometrie. DOZ, Heidelberg.