22.10.: Veranstaltung an der Med Uni Graz: KI in der Medizin – warum der Faktor Mensch noch wichtiger wird
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Künstliche Intelligenz ist in aller Munde – so auch in der Medizin. Sie revolutioniert die Bildgebung und kann auch im Bereich täglicher Routinearbeiten wie der Dokumentation unterstützen. Bei der Geschwindigkeit, mit der künstliche Intelligenz das Arbeitsumfeld und die Medizin verändert, stehen neue Fragen im Raum: Wie soll und kann künstliche Intelligenz Ärzt*innen in Zukunft unterstützen und wo liegen ihre Grenzen? Diesem und vielen weiteren Themen stellt sich das Podium bei der Veranstaltung „KI in der Medizin – warum der Faktor Mensch noch wichtiger wird“ am 22. Oktober im Hörsaal 4 der Medizinischen Universität Graz.
Enorme Datenmengen, schnelle Entscheidungen
Eine der größten Stärken von KI liegt in ihrer Fähigkeit, massive Datenmengen in kürzester Zeit verarbeiten, daraus lernen und interpretieren zu können. In gewissen Bereichen der Medizin kann das von unschätzbarem Wert sein. Vor allem in der Bildgebung können KI-Modelle Massen an CT- oder MRT-Aufnahmen schnell analysieren, mit Datenbanken vergleichen und erste Einschätzungen zu einer möglichen Diagnose geben. Wobei der Nutzen noch immer stark von der konkreten Anwendung, der Datenqualität und der klinischen Validierung durch Ärzt*innen abhängt.
Vor allem bei zeitkritischen Bildgebungen wie zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder einer Gehirnblutung kann die Geschwindigkeit über die zukünftige Lebensqualität von Patient*innen entscheiden. Mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz kann es so zu schnelleren Entscheidungen und effektiverer Behandlung kommen. Zudem können künstliche Intelligenzen Muster oder Signale erkennen, die für den Menschen kaum sichtbar sind, und so beispielsweise Tumoren verlässlicher finden und lokalisieren.
In Anbetracht dieser Entwicklungen steht die Kooperation zwischen Mensch und Maschine unter neuen Vorzeichen. Die Frage, wie die bereits verarbeiteten Daten zu interpretieren sind, gewinnt an Bedeutung. Die klinische Verantwortung liegt dabei noch immer beim Menschen in Form der behandelnden Ärzt*innen.
Die Vorteile von KI liegen allerdings nicht nur in der Verarbeitung von Daten, sondern auch in der Unterstützung bei Aufgaben wie der Dokumentation oder anderen täglichen Routineaufgaben. So bleibt Ärzt*innen und weiterem Personal in Gesundheitsberufen mehr Zeit für die Behandlung der Patient*innen.
Medizin unter neuen Vorzeichen
Medizinische Entscheidungen werden aber nicht nur als Masse von Daten getroffen, sondern erfordern auch kritisches Denken, Kommunikationsfähigkeiten und müssen eine Vielzahl an Perspektiven und Bedürfnissen berücksichtigen. Die Medizin der Zukunft hat ein starkes neues Werkzeug, nun müssen sowohl junge als auch erfahrene Ärzt*innen und Personal in den Gesundheitsberufen lernen, damit umzugehen. So muss der verantwortungsvolle Umgang mit KI in der Medizin auch Platz in der Aus- und Weiterbildung von Personen in Gesundheitsberufen finden.
KI in der Medizin an der Med Uni Graz
Im Rahmen der Vortragsreihe „Medizin & Gesellschaft“ lädt Alexander Rosenkranz, Vizerektor für klinische Angelegenheiten, Innovation und Nachhaltigkeit der Medizinischen Universität Graz, zu einem Abend, der sich der Zukunft der Medizin widmet. Alessandro Rodia und Andreas Salcher sprechen über die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz in der Medizin.
Alessandro Rodia studiert Medizin an der Medizinischen Universität Wien sowie Computer Science mit Schwerpunkt Medical Informatics an der Technischen Universität Wien. Zusätzlich forscht er im Bereich der pädiatrischen Kardiologie. Sein besonderes Interesse gilt der Schnittstelle zwischen Medizin, KI und verantwortungsvoller technologischer Innovation. Andreas Salcher ist Unternehmensberater, Autor und ein Vordenker in Bildungsthemen. Im Zentrum seiner Keynotes steht der „Faktor Mensch“.
Alexander Rosenkranz führt als Moderator durch den Abend. „Künstliche Intelligenz kann uns helfen, medizinische Informationen besser zu nutzen und mehr Zeit für Patient*innen zu gewinnen. Voraussetzung sind klinisch geprüfte Anwendungen und Mitarbeitende, die ihre Möglichkeiten und Grenzen verstehen. Die Verantwortung für medizinische Entscheidungen bleibt beim Menschen. Deshalb müssen wir technologische Innovation mit Aus- und Weiterbildung sowie einer offenen Diskussion über ihren Einsatz verbinden“, erklärt der Vizerektor die Chancen und Grenzen von künstlicher Intelligenz.
Welche Auswirkungen hat der Vormarsch von künstlicher Intelligenz auf Wissenschaft und Forschung? Wie müssen sich Ausbildung und Studium an die neue Technologie anpassen? Welche Fachgebiete sind besonders betroffen? Diese und weitere Fragen werden am 22. Oktober an der Med Uni Graz erörtert.
KI in der Medizin – warum der Faktor Mensch noch wichtiger wird
- Datum: 22. Oktober 2026, 17.30 Uhr
- Ort: Medizinische Universität Graz, Hörsaal 4
Neue Stiftingtalstraße 6, 8010 Graz - Anmeldung: https://insights.medunigraz.at/events/detail/ki-in-der-medizin
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