Katastrophen kennen keine Grenzen: Neues internationales Masterprogramm an der Universität Wien gestartet

Katastrophen kennen keine Grenzen: Neues internationales Masterprogramm an der Universität Wien gestartet

Fünf europäische Universitäten, internationale Expertise und ein gemeinsames Ziel: Fachkräfte für die Herausforderungen des Katastrophen- und Krisenmanagements zu qualifizieren. Mit einer Präsenzwoche in Wien ist das neue Masterprogramm „International Disaster Management and Civil Protection“ erstmals gestartet.

Extremwetterereignisse, Naturkatastrophen und komplexe Krisen machen nicht an Staatsgrenzen halt. Umso wichtiger sind internationale Zusammenarbeit und der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Genau hier setzt das neue englischsprachige Weiterbildungsprogramm „International Disaster Management and Civil Protection“ am Postgraduate Center der Universität Wien an.

Fünf Universitäten und ein internationales Netzwerk

Das Besondere am berufsbegleitenden Programm ist sein länderübergreifendes Studienkonzept: Neben der Universität Wien sind die University of Twente (Niederlande), die Sant’Anna School of Advanced Studies in Pisa (Italien), die Dublin City University (Irland) und die Universität Bonn (Deutschland) beteiligt.

Die Teilnehmer*innen absolvieren Präsenzphasen an verschiedenen europäischen Universitätsstandorten, ergänzt durch Online-Lehre. Dabei profitieren sie von unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven, praxisnahen Übungen und dem Austausch mit internationalen Expert*innen. Gleichzeitig bietet das Programm die Möglichkeit, ein länderübergreifendes berufliches Netzwerk aufzubauen – eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit im Katastrophenschutz. Das Curriculum wurde im Rahmen eines EU-Projekts entwickelt und durch den UCPM (Unionsverfahren für den Katastrophenschutz) finanziert.

„Wir brauchen systemisches, interdisziplinäres Denken: Natur, Technik und Gesellschaft muss zusammen gedacht werden. Wir müssen Wissen so übersetzen, dass Politik, Einsatzkräfte und Bevölkerung danach handeln“, betont Thomas Glade, Professor für Geomorphologische System- und Risikoforschung an der Universität Wien sowie wissenschaftlicher Leiter des Programms.

Internationale Weiterbildung auch im kompakten Format

Das Programm richtet sich insbesondere an Fach- und Führungskräfte aus Katastrophenschutz, Risiko- und Krisenmanagement sowie verwandten Berufsfeldern. Es wird wahlweise als viersemestriges Masterprogramm (120 ECTS) und als dreisemestriges Academic Expert Programm (60 ECTS) angeboten.

Für Interessent*innen, die sich gezielt in einzelnen Themenbereichen weiterbilden möchten, stehen außerdem vier eigenständig buchbare Microcredentials mit jeweils 15 ECTS Credits zur Verfügung. Sie behandeln unter anderem Risikoprävention, Gefahrenanalyse, internationale Rahmenbedingungen des Katastrophenmanagements sowie organisationale Resilienz. Auch hier ermöglichen Präsenzphasen an europäischen Partneruniversitäten den internationalen fachlichen Austausch.

Weitere Informationen:
Masterprogramm: https://postgraduatecenter.univie.ac.at/en/euma
Microcredentials: https://postgraduatecenter.univie.ac.at/en/euma-microcredentials

postgraduatecenter.univie.ac.at

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