Neues Curriculum im Lehramtsstudium startet
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Stärkerer Fokus auf Anforderungen in der Schule: Im “Kompetenzfeld Schule” werden Sprach- und Krisenkompetenz oder der Umgang mit KI vermittelt
Mit der Reform wird die Ausbildung künftiger Lehrer*innen konsequent auf die Anforderungen moderner Schulen ausgerichtet. Das Bachelorstudium wird von acht auf sechs Semester (180 ECTS) verkürzt. Mit dem neuen “Kompetenzfeld Schule” werden Themen im Studium behandelt, die eine besondere Berufsrelevanz besitzen, etwa Sprach- und Krisenkompetenz, der professionelle Umgang mit Technologie (Stichwort KI) oder auch Diversität und Inklusion.
Am 1. Oktober 2026 startet das neue Lehramtsstudium “Sekundarstufe Allgemeinbildung” im Verbund Nord-Ost. In diesem Verbund sind fünf Hochschulen aus Wien und Niederösterreich zusammengeschlossen, die gemeinsam das Lehramtsstudium anbieten: die Universität Wien, PH Wien, PH Niederösterreich, die KPH Wien / Niederösterreich und die Hochschule für Agrar- und Umweltpolitik.
Das neue Lehramtsstudium besteht aus:
- einem Bachelorstudium (180 ECTS; bisher 240 ECTS) und
- einem Masterstudium (120 ECTS).
Die Verkürzung des Bachelorstudiums von acht auf sechs Semester (180 ECTS) orientiert sich an internationalen Standards und folgt einem Studienaufbau, der fachliche Fokussierung und bessere Studierbarkeit ermöglicht.
“Lehrer*innen sind Schlüsselpersonen in unserer Gesellschaft. Die Universität Wien ist die bei weitem größte Ausbildungsstätte für Lehrkräfte und leistet dadurch einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unseres Landes”, so Rektor Sebastian Schütze: “Die Uni Wien bietet ein exzellentes Lernumfeld für angehende Lehrer*innen. Damit wir dieses Niveau halten können, braucht es ein klares Bekenntnis der Regierung zu einem angemessenen Uni-Budget für 2028 bis 2030.”
“Lehrer*innen unterstützen beim Wissensaufbau, fördern soziale und personale Kompetenzen, stärken Orientierung und ermöglichen Teilhabe. Mit dem neuen Lehramtsstudium schaffen wir dafür verlässliche Rahmenbedingungen und setzen auf die Verbindung von Wissenschaft und professioneller Praxisorientierung”, betont Christa Schnabl, Vizerektorin für Studium und Lehre an der Universität Wien.
Neue Lehrinhalte im “Kompetenzfeld Schule”
Mit dem neuen “Kompetenzfeld Schule” werden Themen im Studium behandelt, die eine besondere Berufsrelevanz besitzen, etwa Sprach- und Krisenkompetenz, Diversitäts- und Inklusionskompetenz oder auch Technologiekompetenz (u.a. der professionelle Umgang mit KI). Diese Kompetenzen beziehen sich auf sogenannte Querschnittsthemen, die nicht allein von einem einzelnen Fach abgedeckt werden können. Vielmehr sollen Studierende über das Studium und über verschiedene Lehrveranstaltungen hinweg jene berufsrelevanten Kompetenzen entwickeln, die neben fachlicher Expertise eine professionelle Lehrer*innenpersönlichkeit ausmachen.
Die vier Säulen des Studiums umfassen die jeweils gewählten Unterrichtsfächer bzw. Spezialisierungen, die Fachdidaktik, die Allgemeinen Bildungswissenschaftlichen Grundlagen sowie die Pädagogisch-praktischen Studien. Das neue “Kompetenzfeld Schule” durchzieht alle diese Kernbereiche, wodurch zukünftig das Lehramtsstudium im Verbund Nord-Ost nicht nur kürzer, sondern auch kohärenter ist.
Die Kombination von zwei Fächern oder auch von einem Unterrichtsfach und einer Spezialisierung ist vorgesehen. Neu ist das Fächerbündel “Digitale Grundbildung und Informatik” kombiniert mit einem Unterrichtsfach oder einer Spezialisierung (in diesem Fall umfasst das Bachelorstudium 210 ECTS). Ein drittes Unterrichtsfach kann weiterhin in Form von Erweiterungsstudien belegt werden. Gleichzeitig schafft die neu abgestimmte Studienarchitektur mehr Spielraum zur fachlichen Vertiefung: Studierende können sich im Bachelor- wie auch im Masterstudium jeweils stärker auf ein Unterrichtsfach fokussieren. Das erleichtert die Konzentration im Studium und erhöht die Studierbarkeit.
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